Lebensimpulse – Lass los, was dich bedrückt

Stellen Sie sich vor, Sie ziehen bald in eine neue Wohnung um. Nun beginnen Sie in der alten Wohnung auszusortieren und trennen sich von alten unnützen Gegenständen. Sie werfen Ballast ab!

Nach demselben Schema sollten Sie eine seelische Großreinigung durchführen. Stellen Sie sich nun vor, wie Sie durch Ihren Gedankenspeicher gehen und „versteckte“ Gedankenmuster ausfindig machen. Besonders die alten Gedankenmuster prägen Ihr Verhalten. In aller Ruhe schauen Sie sich in alle Richtungen um und entscheiden, welche Gedanken es wert sind, behalten zu werden, welche konstruktiv, ausbaufähig und gesund sind. Im nächsten Schritt entscheiden Sie, von welchen Gedanken Sie sich trennen möchten.

Jetzt wird aufgeräumt! Was wollen Sie loslassen? Notieren Sie sich alle Gedanken, die Ihnen lieb sind und die Sie verstärken wollen. Auf einem anderen Blatt schreiben Sie negative, störende Gedanken. Dazu gehören beispielsweise Gefühle des Neids auf Ihren Nachbarn oder von Gefühlen der Unzufriedenheit über Ihr eigenes Leben … Fertigen Sie eine Liste mit negativen Gedanken an. Dann zerreißen Sie die Liste mit Freude in ganz kleine Schnipsel und verbrennen sie im Ofen. Das hat einen symbolischen Wert.

Lang praktizierte Verhaltensweisen haben sich tief eingeprägt und sind nicht einfach fort. Jedoch leben Sie jetzt bewusster, können negative Gedanken klar erkennen, daran arbeiten und sie auflösen.

Mit sich selbst aussöhnen ist angesagt! Das heißt, sich mit Wunden der Vergangenheit aussöhnen, ja zum Leben zu sagen, wie es bisher verlaufen ist. Die Versöhnung mit sich selbst hat das Ziel, alte Wunden und Verletzungen nicht an andere weiterzugeben oder diese gegen sich selbst zu richten. Lass los, was Dich bedrückt!

Literatur: Loslassen, was nicht glücklich macht, Kurt Tepperwein, 1999, mvg-Verlag
Gut mit sich selbst umgehen, Anselm Grün, 1997, Grünewald Verlag