Zeit für Neues?

Wie wirkt sich Entspannung in dieser Krise aus?

Vielen Menschen bietet sich in dieser besonderen Zeit die Gelegenheit zu entspannen. Fragen Sie sich: „Nutze ich diese Zeit dafür?“ Wie fühlt sich das an – Zeit zu haben? Kann ich die inaktive Zeit oder besser die stressfreie Zeit aushalten? Kommt Langeweile hoch? Kann ich jetzt fühlen, wie getaktet mein früherer Alltag war? Bin ich von Termin zu Termin gehetzt? Und jetzt? Was geschieht mit mir?

Dient Entspannungszeit als eine Art Vorbereitungszeit auf etwas Neues? Ich darf Kraft schöpfen und entdecke Ruhe als eine Quelle, die mich nährt. Eine Pause vom Alltäglichen.

Zur Ruhe – inneren Ruhe – finden, ist eine wohltuende Energie. Ich darf an mich selbst denken. Das klingt egoistisch, hat aber mit Selbstliebe zu tun. Wenn ich mich selbst liebe und annehmen kann, wie ich bin, kann ich auch andere Menschen leichter annehmen, wie sie sind.

Mir wird bewusst: ich darf einfach mal so-sein, da-sein. Ich nehme mit allen Sinnen bewusst wahr, wie alles um mich herum geschieht. Kann endlich Wesentliches erkennen und darf Unwesentliches loslassen, fallen lassen, aussortieren. Ich erlebe diese besondere Zeit, als Zeit mit wenig verpflichtenden Aufgaben, als geschenkte Zeit: Auszeit, Erholungszeit, Ausruhzeit!

Es fühlt sich an, wie eine intensive Kontaktaufnahme mit mir selbst, fernab von aller Hektik. Diese Krise gibt mir die Gelegenheit ins körperliche, seelische und geistige Gleichgewicht zu kommen. Endlich nehme ich wahr, dass Entspannung den gleichen Stellenwert hat wie Anspannung: 50:50!

Eine wunderbare Atempause begleitet mich und gibt mir die Chance, all das aufzuladen, wo es an Energie mangelt. Ich darf mich selbst fühlen und den Dingen auf den Grund gehen, innerhalb und während dieser Krise, die ich Atempause nenne. Ein Geschenk des Himmels für uns und die Erde?